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Arbeitsmarkt im Wandel

Johann Harer | Geschäftsführer von Human.Technology Styria (Fotocredit: ZWT/Lunghammer)

Der Fachkräftemangel ist in aller Munde – und auch in der Medizintechnik spürbar. Ebenso verändern sich die Tätigkeitsbereiche stark durch die Digitalisierung. Aktuelle Studien und Branchen-Insider geben Einblick.

Durch den technischen und digitalen Fortschritt veränderten sich nicht nur einzelne Berufsbilder, Anforderungen an Life-Science-Fachkräfte und Arbeitsabläufe. Auch unternehmensinterne Prozesse unterliegen einem Wandel, wie u. a. der Global and US Life Sciences Outlook 2018 von Deloitte zeigt. Welche Anforderungen nun an qualifizierte Fachkräfte der Life-Science-Branche gestellt werden und welche technischen Neuerungen auf diesem Gebiet anzutreffen sind, das thematisiert Hays Life Sciences.

Trends in der Life-Science-Branche
Digitalisierung, Forschung und technischer Fortschritt – all das löste verschiedene Veränderungen im Bereich Life-Science, Medizintechnik und Humantechnologie aus. Zu den wesentlichen Trends zählen laut Hays Life Sciences u. a.:

  • die Möglichkeit der digitalen Datenanalysen,
  • die Entwicklungen der künstlichen Intelligenz auf dem Gebiet der Medizintechnik,
  • der Einsatz von 3D Druckern,
  • der Einsatz von mobilen Applikationen und damit einhergehend das gesteigerte Bewusstsein für Datenschutz.

Diese Entwicklungen bedeuten für die Unternehmen einen gesteigerten Wettbewerb. Die Zusammenarbeit mit Firmen auch auf internationaler Ebene wird verschärft und Produktionsprozesse müssen angepasst werden. Von den einzelnen Fachkräften wird nicht nur ein rein medizinisches oder pharmazeutisches Know-how gefordert, sondern auch ein ausgeprägtes Verständnis für technische und digitale Prozesse. Doch sind hochqualifizierte Mitarbeiter zur wahren Mangelware geworden.

Fachkräftemangel ist Wachstumsproblem
Auch im Bereich der Humantechnologie ist ein Mangel an Fachpersonal deutlich spürbar, wie Johann Harer, Geschäftsführer von Human.Technology Styria (HTS), bestätigt. Denn nahezu alle Mitgliedsfirmen der HTS klagen über einen Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften, speziell im Bereich Softwareentwicklung, Ingenieurswesen, Automatisierungstechnik und Verfahrenstechnik. Aber auch im Pflegebereich und der Physiotherapie fehlen Fachkräfte. „Der Rückgang an Fachkräften wurde zu einem Wachstumsproblem. Um diesem Problem entgegenzuwirken werden qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf internationaler Ebene angeworben. Einige kommen zum Beispiel aus Slowenien. Die größeren Mitgliedsunternehmen beschäftigen mittlerweile bis zu 50 Prozent internationaler Arbeitskräfte“, erklärt Harer. Ein Defizit sieht HTS im Bereich der Ausbildung von Nachwuchskräften. Aber auch der schlechte Ruf der mathematischen/technischen Fächer und die geringe Beliebtheit der entsprechenden Studienrichtungen könnten den Fachkräftemangel begünstigen.

Qualifizierungsprogramme
Um hier entgegenzuwirken setzt HTS gezielte Schritte. „Wir machen doch einiges. Wir arbeiten zum Beispiel mit Schulen zusammen und versuchen hier auch Mädchen für technische Berufe zu begeistern. Wir versuchen aber auch Studierende und Firmen gezielt anzusprechen“, betont Harer. HTS bietet verschiedene Ausbildungsprogramme mit spezifischen Themen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmen. Studierende der naturwissenschaftlichen Studien oder der Med Uni bekommen die Möglichkeit, den Life-Science-Bereich näher kennenzulernen.

Aktuelle Weiterbildungsveranstaltungen gemeinsam mit dem ZWT:

  • Open Campus: Philosophische und biowissenschaftliche Perspektiven des Anti-Agings
    23. Mai 2018, Nähere Infos …
  • Technische Dokumentation am innovativen Puls der Zeit im Fokus
    28. Mai 2018, Nähere Infos …

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