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Notube als Telemedizin-Vorreiter

Der ehemalige ZWT-Mieter Notube nutzt Telemedizin zur Behandlung von frühkindlichen Essstörungen (Credit: Notube).

Die Potenziale von Videokonferenzen haben sich in den letzten Wochen in vielen Bereichen gezeigt – auch über das Homeoffice hinaus. Notube, ehemaliger Mieter im ZWT, setzt bereits seit Jahren auf digitale Kommunikationsformen und Telemedizin zur Behandlung von frühkindlichen Essstörungen in aller Welt.

„Obwohl Telemedizin in Österreich bislang wenig verbreitet war, setzen wir seit 2009 darauf. Wir betreuen Kleinkinder mit Essstörungen und ihre Familien in aller Welt, das wäre ohne Telemedizin nicht möglich“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Kratky. Er hofft nun auch, dass sich im Bereich der Vergütung seitens der Krankenkassen etwas ändert. „Zwar sind telemedizinische Leistungen implizit erlaubt, die Vergütung fehlt aber noch in den meisten Fällen.“ Das sei in Ländern wie Norwegen, Deutschland, Niederlanden oder Schweiz ganz anders.

Vorteile der Telemedizin
Onlinetherapien, wie sie Notube anbietet, sind nicht nur kostengünstiger. Es ist über sie auch möglich, längerfristiger und gezielter zu therapieren. Über Videos kann das Notube-Team das Verhalten der Kleinkinder in ihrem natürlichen Umfeld beobachten. Daraus können wertvolle Informationen für die Behandlung gewonnen werden. Da diese immer auch die Eltern miteinschließt, ist eine laufende Kommunikation von großer Bedeutung. Schriftlich oder auch per Videokonferenz kann den Eltern erläutert werden, wie sie mit einer bestimmten Situation umgehen sollen. „Ziel der Behandlung ist es, dass die Kleinkinder in ihrem natürlichen Umfeld zu einem normalen Essverhalten kommen. Umso wichtiger daher, dies auch zuhause zu trainieren“, betont Kratky.

Infektionsrisiko reduzieren
Darüber hinaus besteht bei einigen Patienten ein überdurchschnittliches Infektionsrisiko, beispielsweise durch Vorerkrankungen. Auch hier erweist sich die Behandlung über den Bildschirm als Vorteil, bestätigt Kratky: „Die Telemedizin ermöglicht es, das Infektionsrisiko für die Patienten deutlich zu reduzieren, da sie in den eigenen 4 Wänden bleiben können.“

Nachfrage steigt
Rund 10 Prozent der Notube-Patienten kommt aus Österreich, 90 Prozent aus dem Rest der Welt. In der Lenaugasse betreibt Notube ein selbstständiges Ambulatorium für frühkindliche Essstörungen, in dem rund 75 Sondenkinder jährlich betreut werden. Die Nachbehandlung erfolgt in den meisten Fällen telemedizinisch. Zusätzlich werden rund 75 Sondenkinder rein online betreut – Tendenz steigend.

Nähere Infos: www.notube.com

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