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Neues Tool für Diabetiker in der häuslichen Pflege

Credit: JOANNEUM RESEARCH/Schwarzl

Mobile Unterstützungssysteme für die Insulintherapie standen im Fokus des Projekts „DiabetesTherapy@Home“in Graz. 2 Jahre lang haben sich der ZWT-Mieter HEALTH – Institut für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften der JOANNEUM RESEARCH, die Medizinische Universität Graz und die Karl-Franzens-Universität Graz damit beschäftigt, Diabetikern in der häuslichen Pflege den Alltag zu vereinfachen.

Gemeinsam mit der Hauskrankenpflege des Österreichischen Roten Kreuzes hat das Forscherteam eine klinische „Proof of Concept“-Studie durchgeführt. Dabei wurde das neue „GlucoTab@MobileCare“-System im Rahmen der täglichen Arbeit der Mobilen Hauskrankenpflege bei der Insulintherapie älterer Menschen mit Typ-2-Diabetes eingesetzt.  

Medizinisch relevante Reduktion des Blutzuckers

Die Blutzuckereinstellung konnte damit verbessert werden: Das Forscherteam hat die medizinisch relevante Reduktion des mittleren Blutzuckers und der Blutzuckerschwankungen im Studienzeitraum beobachtet. Aber auch die betreuenden Personen und somit Anwender des Systems sowie die Betroffenen meldeten gleichermaßen zurück, dass das Blutzucker-Management durch den Einsatz des Systems verbessert wurde. Kurzum: Das entwickelte System wurde von allen Beteiligten positiv aufgenommen, kontinuierlich verwendet und verstärkte das subjektive Sicherheitsgefühl der betreuenden Personen sowie der Betroffenen.

Expertenwissen für die Therapie immer parat

„Die Algorithmen-unterstützte Insulintherapie ermöglicht es, gewisse medizinische Entscheidungen, die im Regelfall nur von Ärztinnen oder Ärzten getroffen werden dürfen, in Form von digitaler Assistenz abzubilden. Diejenigen, die diese Systeme anwenden, haben dadurch rund um die Uhr, unabhängig von Praxisöffnungszeiten, dieses Expertenwissen für die Therapie abrufbereit. Durch dieses Konzept wird die Insulintherapie kontinuierlich angepasst und dementsprechend entstehen immer aktuelle Dosisempfehlungen“, erläutert Projektleiter Klaus Donsa von HEALTH.

Schon in der Routineversorgung

Dieser Proof of Concept, der es im Krankenhaus schon bis in die Routineversorgung geschafft hat, wurde auch in der erwähnten Studie im Setting der Hauskrankenpflege bestätigt. Als nächster Schritt ist die Weiterentwicklung und Marktzulassung als Medizinprodukt geplant.

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