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Mehr als „nur“ Sauberkeit im Krankenhaus

Ivo Steinmetz, Leiter des Diagnostik- und Forschungsinstituts (D&F) für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med Uni Graz
Fotocredit: Lunghammer

Was versteht man eigentlich unter Hygiene? Woran und für wen arbeiten Hygieneinstitute? Ein Einblick von Ivo Steinmetz, Leiter des Diagnostik- und Forschungsinstituts (D&F) für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med Uni Graz.

Zum 200. Mal jährt sich der Geburtstag von Ignaz Semmelweiß im Juli 2018. Der Wissenschaftler und Geburtshelfer gilt als Pionier der Händehygiene, was Anlass für zahlreiche Veranstaltungen in ganz Österreich ist. Das Thema Hygiene spielt auch im ZWT eine zentrale Rolle, sind doch Teilbereiche des Diagnostik- und Forschungsinstituts (D&F) für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med Uni Graz im ZWT angesiedelt.

„Das schicken wir in die Hygiene“
Was aber versteht man eigentlich unter Hygiene? Dazu Institutsleiter Ivo Steinmetz: „Im deutschen Sprachraum wird der Begriff unterschiedlich verwendet. Wenn man in österreichischen Kliniken und Ordinationen sagt, ‚das schicken wir in die Hygiene‘, ist damit meist die mikrobiologische Patientendiagnostik bzw. Infektionsdiagnostik im Labor gemeint. Streng genommen, wäre Medizinische Mikrobiologie für diese Untersuchung der präzisere Begriff.“

Umgebungs- und Wasseruntersuchung
„Früher gab es Hygieneinstitute, aus denen an vielen Standorten medizinisch-mikrobiologische Institute entstanden sind, die sich primär der Patientendiagnostik widmen, als auch Institute, die in erster Linie Umgebungs- bzw. Wasseruntersuchungen durchführen und damit der Infektionsprävention dienen. Es ist ein großer Standortvorteil hier an der Med Uni Graz, dass – wie der Institutsname es auch ausdrückt – die Bereiche Mikrobiologie und Hygiene zusammengefasst sind und mit modernen Methoden Synergien genutzt werden können.“

Von Impfungen und Infektionen
Das Spektrum, das das Institut von Steinmetz am MED CAMPUS abdeckt, ist überdurchschnittlich breit: Es reicht von Badewasseruntersuchungen, wie sie etwa im Wasserlabor im ZWT durchgeführt werden über Impfungen und dazugehörende Beratungsleistungen, die auch zur Infektionsprävention gehören, bis hin zur Patientendiagnostik, bei der die Identifizierung von Erregern aus Patientenmaterialien im Fokus stehen.

Unternehmen als Kunden
Nicht nur von Patienten bzw. Krankenhäusern, auch von Unternehmen kommen die Proben, die am Institut untersucht werden. Steinmetz erläutert: „Wir untersuchen beispielsweise auch die bakterielle Besiedelung von Kartons und Papierproben.“


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