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Die Steiermark wird zur Startupmark

Der ZWT Accelerator ist eines der Keyplayer-Projekte der Startupmark. Credit: SFG/Niki Schreinlechner

Aber was konkret heißt das? Worin liegt der Mehrwert für die Start-ups? Welche neuen Förderangebote speziell für Spin-offs sind geplant? Thomas Mrak, Geschäftsführer des ZWT und Katharina Deutsch, Projektmanagerin für die Startupmark bei der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG, stellen die neue Initiative vor.

Welches Ziel verfolgt die Startupmark?

Katharina Deutsch: Die Initiative Startupmark wurde von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Steiermark als attraktiven Standort für innovative Unternehmensgründungen noch weiter zu stärken und über die steirischen Grenzen hinaus sichtbar zu machen. Indem wir unsere Kräfte bündeln und die heimischen Akteure des Startup-Ökosystems besser miteinander vernetzen, können wir die Anzahl an skalierungsfähigen Geschäftsideen steigern und zusammen stärker wachsen.

Welche Rolle spielt dabei der ZWT Accelerator?

Thomas Mrak: Der ZWT Accelerator ist eines der Keyplayer-Projekte der Startupmark. Der ZWT Accelerator wird der Kristallisationspunkt für alle Gründer- und Start-up-Aktivitäten im Life-Science Bereich der Medical Science City Graz. Diese umfasst das LKH- Univ. Klinikum Graz, den MED CAMPUS der Med Uni Graz sowie das ZWT und stellt damit ein umfassendes Biotop für Innovationen dar. Im ZWT Accelerator werden künftig alle Maßnahmen zur Förderung von Entrepreneurship im Life-Science-Bereich seitens der Med Uni Graz gebündelt. Die bedarfsgerechte Erweiterung des ZWT wird derzeit als „Tor zur Medical Science City Graz“ errichtet und richtet sich sowohl an Start-ups und Spin-offs aus dem Life-Science-Bereich, als auch an internationale Unternehmen, die Life-Science-Forschungsprojekte mit der Medizinischen Universität Graz unternehmerisch umsetzen wollen. Genauso wie im ZWT werden die Mieter mit einem umfangreichen Service-Angebot und vernetzungsfördernder Infrastruktur in ihrer Entwicklung unterstützt. Die erfolgreiche Entwicklung der Start-ups im bestehenden ZWT zeigt, dass die Medizin ein starker Impulsgeber für die steirische Wirtschaft ist und die enge Vernetzung, wie sie in der Medical Science City Graz gelebt wird, zu einer Sogwirkung für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort führt.

Deutsch: Die Startupmark soll dazu beitragen, dass diese Sogwirkung in Zukunft noch weiter verstärkt wird. Die internationale Sichtbarkeit der Steiermark soll sich verbessern, um stärker als attraktiver Standort für Start-ups wahrgenommen zu werden. Uns zeichnet ganz klar eine gewachsene Netzwerkstruktur zwischen den Akteuren und der Zusammenhalt innerhalb der Startup-Szene aus. In einer nachhaltigen Kooperation zwischen unseren Universitäten, Fachhochschulen, wissenschaftliche Inkubatoren, Clusterorganisationen, Impuls- und Kompetenzzentren sowie der Industrie schaffen wir einen einzigartigen Nährboden vor allem für technologieorientierte Start-ups.

Wie konkret profitieren Start-ups von der Startupmark?

Deutsch: Mit www.startupmark.at gibt es eine neue Plattform, auf der die Angebote für die Start-ups übersichtlich zusammengefasst sind – gewissermaßen eine zentrale Anlaufstelle für Start-ups, die mehr Transparenz für Gründerinnen und Gründer bietet. Es werden auch laufend aktuelle Unterstützungsangebote auf der Plattform ergänzt. Im Zentrum der Startupmark steht zudem die Denkfabrik. Hier finden sich Gründer, Impulsgeber, Experten und Investoren zusammen und können einen heterogenen Blick auf die Bedürfnisse und Anliegen von Startups werfen. Dadurch werden aktiv relevante Themen für Gründungen und Startups vorangetrieben.

Mrak: Eine zentrale Rolle spielen auch die konkreten Finanzierungs- und Förderungsangebote, die im Rahmen der Startupmark für die Gründer geschaffen werden. Dabei wird auch überlegt, wie private Investoren bestmöglich miteinbezogen werden können. Ziel ist einerseits die Förderung der steirischen Start-ups, auch über die Gründungsphase hinaus, sodass sie sich langfristig am Markt etablieren können und neue Arbeitsplätze entstehen. Der Fokus liegt dabei auch in einer Internationalisierung, sowohl auf Seiten der Investoren als auch auf Seiten der Start-ups. Bei internationalen Start-ups sind vor allem Innovationen aus dem südosteuropäischen Raum sehr interessant, die sich aufgrund der sehr guten Bedingungen für Start-ups in der Steiermark ansiedeln wollen.

Welche konkreten Finanzierungs- und Förderangebote gibt es derzeit?

Mrak: Aktuell läuft der zweite Call für die Förderung „Start!Klar plus“. Über diese erhalten innovative Start-ups bis zu 100.000 Euro SFG-Förderung in der Vorbereitung auf ihre erste Finanzierungsrunde. Der Call endet am 30. September. Auch arbeiten wir an einer eigenen Förderschiene speziell für Spin-offs. Diese ist auch ideal für Spin-offs der Medizinischen Universität Graz, da speziell auch auf die Anforderungen des Life-Sciences-Bereichs eingegangen wird. Geplant ist diese Förderschiene für 2022 – passend zur geplanten Fertigstellung des ZWT Accelerator mit Ende 2022. Und auch darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Angebote, wie man auf der Website der Startupmark nachlesen kann. Wir beteiligen uns zudem mit unsere Finanzierungsaktion Risikokapital!Offensive gemeinsam mit weiteren Investorinnen und Investoren mit bis zu 150.000 Euro Venture Capital an Projekten und bringen mit diesem Co-Investment die Schubkraft für digitale Durchstarter in der Seed-Phase – um nur einige unserer Unterstützungsmöglichkeiten zu nennen.

Welche Maßnahmen sind im Sommer und Herbst 2021 noch geplant?

Deutsch: Wir bereiten gerade eine Kommunikationsoffensive vor, die sehr breit angelegt ist – von Videos über klassische Medienarbeit bis hin zu Social-Media-Aktionen. Wir wollen damit Start-ups vor den Vorhang holen und zeigen, welche Rolle das Ökosystem hier in der Steiermark für ihre Entwicklung spielt. Deshalb zielen wir darauf ab, dafür ein verständliches Lotsensystem zu entwickeln – damit heimische und internationale Start-ups den bestmöglichen Nutzen aus dem Standort Steiermark ziehen und keine Möglichkeiten und Angebote wie die Förderung Start!Klar plus übersehen. Details folgen …

www.startupmark.at

 

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