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Alles auf Basis der Hefe: bisy BIOS neu im ZWT

Gründerin Claudia Rinnofner will eine Plattform für Antikörpertests aufbauen.

Neuartige Strategien zur Antikörpertestung und die Basis für Impfstoff-Tests entwickelt Claudia Rinnofner mit dem Unternehmen bisy BIOS. Für das Business und Product Development sucht sie noch eine Mitgründerin bzw. einen Mitgründer.

Aktuell ist die Forscherin Claudia Rinnofner eine One-Woman-Show. Die Gründerin von bisy BIOS, das mit Anfang September ins ZWT eingezogen ist, konzentriert sich auf die Herstellung proteinbasierter (biologischer) Moleküle mit einzigartigen physikalischen und biochemischen Eigenschaften. Die rekombinanten Antigene bilden dabei die Basis für neue Strategien zur Antikörpertestung und für Impfstoff-Tests.

Antikörpertests für tropische Viren

Antikörpertest in Zusammenhang mit dem SARS-COV-2-Virus sind heute leider schon Standard. „Wir werden uns aber auf andere Viren konzentrieren – angefangen von SARS-Covid-Varianten bis zu tropischen Viren. Denn die Tendenz geht ja dahin, dass tropische Viren auch immer häufiger bei uns auftreten werden“, sagt Rinnofner. Das Dengue-Virus sei ein Beispiel dafür. Herstellen will die Forscherin dabei alles aus Hefe-Proteinen.

Plattform für Antikörpertests

Als Ziel hat sich Rinnofner gesetzt, eine Plattform für Antikörpertests aufzubauen. „Danach wäre der Einsatz für Impfstoffe eine Denkvariante für die weitere Zukunft.“ Das ZWT mit den Anknüpfungspunkten zur Med Uni Graz und vor allem zur Bio-Bank sei dafür der ideale Nährboden, erklärt sie: „Im ZWT habe ich nicht nur ideale Labor-Bedingungen. Von hier aus wird es auch wesentlich leichter, neue Bereiche in der Diagnostik zu erschließen.“ Vernetzung steht daher ganz oben auf ihrer Agenda. Ein gutes Netzwerk hat sich Rinnofner bisher vor allem an der TU Graz aufgebaut, wo sie im Bereich Molekulare Biotechnologie tätig war.

Co-Founder oder Investor gesucht

Ein weiteres Ziel gleich zum Start ist die Suche nach Investoren bzw. einem Co-Founder: „Ich suche noch Unterstützung in der Firmenentwicklung, denn ich möchte das von Anfang an stark aufstellen und langfristig gut absichern. Außerdem arbeite ich gerne im Team“, betont die Biotechnologin. Eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter will sie im Laufe des Herbstes ebenso noch an Bord holen, aktuell wird das Labor eingerichtet und intensiv an den Einreichungen für Förderungen gearbeitet.

Alternativen zu Antibiotika

„In Zukunft wird ein weiterer Schwerpunkt die Produktion und Erforschung von Alternativen zu Antibiotika sein”, plant Rinnofner. Antigene und therapeutische Proteine sollen im Fokus stehen – vor dem Hintergrund der Antibiotikaresistenz ist das ein wichtiges Thema.Als Auftragsarbeit bietet bisy BIOS, ein Spin-off der bisy GmbH, übrigens auch die Herstellung von Proteinen oder Enzymen an. Pharma- und Biotech-Unternehmen oder Diagnostik-Firmen setzen immer mehr auf aus Hefe produzierte Proteine. Aber auch für die Waschmittelproduktion oder in der chemischen Industrie für gewisse Prozesse werden Enzyme benötigt.

https://www.bisybios.at

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