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Brutkasten der anderen Art

Mit dem Life Science Inkubator am neuen MED CAMPUS Graz werden nicht Frühchen in ihren ersten Lebenstagen umsorgt, er dient jungen Unternehmern als Sprungbrett in die raue Welt der Wirtschaft.

Derzeit laufen an der Medizinischen Universität Graz mehr als 800 mit öffentlichen Geldern oder durch Firmenkooperationen geförderte Forschungsprojekte. Das und die 3000 Publikationen sowie die Drittmitteleinnahmen von 42 Millionen pro Jahr zeigen die wissenschaftliche Potenz der Universitätsklinik. Damit sich aber aus Forschung und Innovation gesunde, lebensfähige Unternehmen entwickeln, braucht es mehr als eine zündende Idee und das akademische Umfeld.

Wissenstransfer
Und das bietet das Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT), ein Tochterunternehmen der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) und der Medizinischen Universität Graz: 10.000 m² Labor- und Büroflächen für Forschungsinstitutionen, universitäre Spinn-offs und weitere Unternehmensansiedlungen aus dem Fachbereich der Medizin, Biomedizin und Life Sciences.
Das Technologie- und Forschungszentrum ZWT liegt in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Grazer Universitätsklinikum und ist organisatorisch vollständig in den Universitätscampus integriert. In der Grazer Uniklinik werden jährlich knapp 400.000 Personen ambulant behandelt, fast 85.000 stationär. Hellmuth Samonigg, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie und Programmbeauftragter des MED CAMPUS betont den Mehrwert der Ansiedlung: „Die hohe Zahl von Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen ermöglichen an diesem Standort ein breites Feld der Entwicklung von diagnostischen Behandlungsmethoden.“

Infrastruktur
Speziell den Spin-offs der Universität bietet das ZWT die Möglichkeit sich im Life Science Inkubator (LSI) anzusiedeln, sagt SFG-Geschäftsführer Burghard Kaltenbeck: „Der LSI unterstützt innovative Gründer bei ihrem Unternehmensstart und der Weiterentwicklung ihrer Forschungsergebnisse bis zur Marktreife. Dazu braucht es eine optimale räumliche und technische Infrastruktur, Know-how, ein maßgeschneidertes Bildungs- und Schulungsangebot sowie die Einbindung in die universitären Netzwerke.“ Zielgruppe sind Jungunternehmer aus dem Life-Science-Bereich, also aus Lebenswissenschaften wie Biochemie, Bioinformatik oder Biophysik.

Um im LSI Aufnahme zu finden, müssen die Aspiranten verschiedene Kriterien erfüllen, sagt der Rektor der Medizinischen Universität Graz,Josef Smolle: „Wir schauen uns unter anderem die Qualität und das unternehmerische Potenzial, die geplante Zusammenarbeit mit den Vorklinischen Instituten oder den Universitätskliniken, die Übereinstimmung mit der Strategie des Landes Steiermark und der Medizinischen Universität sowie das Business Modell und die Wirtschaftlichkeit des Projektes für die folgenden zehn Jahre genau an. Passt das, tun wir alles, um die erfolgreiche Entwicklung des jungen Unternehmens zu fördern.“

Neo-Unternehmer können sich für maximal sieben Jahre im LSI einmieten. In dieser Zeit werden sie bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee auf vielfältige Weise unterstützt. Das beginnt bei der Einbindung in nationale und internationale Netzwerke und geht über Fördermaßnahmen in den Bereichen Unternehmertum und Internationalisierung bis zur Unterstützung bei Marketing- und PRAktivitäten, die ja für die wenigsten Gründer eine Selbstverständlichkeit sind.

Beitrag in der Verlagsbeilage des Wirtschaftsblattes vom 14.08.13

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