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Lange Nacht der Forschung

Mit einer Virtual-Reality-Brille lässt sich die Angst vor Spinnen bekämpfen. Und jeder Grazer kann aktiv zum Erforschen neuer Therapien und Medikamente beitragen. Wie das funktioniert, erfuhr man bei der Langen Nacht der Forschung am 22. April im Zentrum für Wissens- und Technologietransfer in der Medizin (ZWT). Rund 825 Interessierte nahmen die Einladung wahr.


Gute Nerven waren gefragt, immerhin konnte man auf Tuchfühlung mit Spinnen gehen – die behaarten, flinken Tiere mit ihren filigranen Beinchen krabbeln über die eigene Hand. Obwohl sie eigentlich gar nicht im Raum waren – eine Virtual-Reality-Brille machte es möglich. Das System dazu hat das Unternehmen EXPIMED entwickelt, das im ZWT angesiedelt ist.

Europa-Hauptstadt für Biobanken

Auch eine Reihe weiterer Highlights erlebten die rund 825 Besucher der Langen Nacht der Forschung im ZWT, das ein Gemeinschaftsprojekt von Land Steiermark und Medizinischer Universität Graz ist: etwa einen Einblick in eine der europaweit größten Biobanken mit rund 7 Millionen Proben. Jeder Patient kann durch das Spenden von Blut, Gewebe oder Speichel dazu beitragen, dass neue Medikamente erforscht werden können. Graz ist gewissermaßen Europa-Hauptstadt der Biobanken, ist doch die Leitung der europaweiten Biobanken-Forschungsinfrastruktur BBMRI-ERIC am ZWT angesiedelt.

Zucker im Fokus

Einen Einblick in die Arbeit des Grazer Standorts von B. Braun Melsungen, einem Global Player mit 56.000 Mitarbeitern weltweit, war ebenfalls Teil des Programms bei der Langen Nacht der Forschung im ZWT. B. Braun Melsungen entwickelt in Graz einen neuen Sensor, mit dem man den Blutzucker während einer Operation deutlich einfacher und sicherer als bisher kontrollieren kann.

Mundabstrich testen

Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Schnelltest funktioniert, war beim ZWT-Mieter Qualizyme richtig. Groß und Klein konnten hier das Prinzip dieser Methode anhand eines Mundabstriches testen. Hintergrund ist ein neues System, mit dem man infizierte Wunden schnell erkennen kann. Das ist vor allem für die Hauskrankenpflege ein Vorteil, weil bei bettlägerigen Menschen die Gefahr von Infektionen hoch ist.

Enge Vernetzung

Unerlässlich für die ZWT-Mieter ist der enge Kontakt mit den Forschern und Medizinern, der im ZWT auf österreichweit einzige Art und Weise gegeben ist. Das ZWT ist direkt mit dem neuen MED CAMPUS der Medizinischen Universität Graz und dem LKH-Univ. Klinikum Graz verbunden und über die Steirische Wirtschaftsförderung SFG eng mit anderen steirischen Unternehmen und Clustern, aber auch international vernetzt. Die Kooperation unter den Mietern selbst wird aktiv gefördert.

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